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Die zukünftige Waschbox – funktional, durchdacht und langlebig


Während viele Bereiche des Stalls mit etwas handwerklichem Geschick auch in Eigenleistung entstehen können, gehört die Waschbox definitiv nicht dazu. Hier geht es nicht nur um die Gestaltung, sondern vor allem um Wasser, Abwasser, Gefälle und die gesamte Sanitärtechnik. Genau deshalb ist das eines der Projekte, bei dem ich mir auf jeden Fall professionelle Unterstützung holen werde.


Der Standort stand tatsächlich ziemlich schnell fest. Auf der gesamten Anlage gibt es nur sehr wenige Bereiche, die bereits an das Abwassersystem angeschlossen sind. Einer davon liegt im Büro – dort ein Pferd zu waschen, wäre eher unpraktisch. Der zweite Bereich ist das ehemalige Jugendstübchen. Hier sind Wasseranschluss und Abfluss bereits vorhanden, sodass sich diese Fläche perfekt dafür eignet, ohne dass auf dem Hof neue Leitungen verlegt oder große Erdarbeiten durchgeführt werden müssen. Das spart nicht nur Kosten, sondern macht das Projekt überhaupt erst realistisch.


Der Bereich der zukünftigen Waschbox heute
Der Bereich der zukünftigen Waschbox heute

Natürlich bedeutet das auch, dass dieser Raum nun nicht mehr für seinen ursprünglich geplanten Zweck genutzt werden kann. Eigentlich sollte hier einmal die Futterkammer für meine Einstaller entstehen. Dafür wird es jetzt eine andere Lösung geben müssen – aber das ist letztlich einfacher, als die komplette Infrastruktur für eine Waschbox an einer anderen Stelle neu aufzubauen. Die Bilder, die ihr hier seht, zeigen deshalb auch keine fertige Planung, sondern vielmehr die Richtung, in die es später gehen soll. Die Proportionen stimmen noch nicht, vieles ist deutlich größer dargestellt, als es am Ende tatsächlich sein wird. Mir ging es bei den Visualisierungen vor allem um die Atmosphäre und darum, verschiedene Ideen auszuprobieren.


Während in vielen Bereichen des Stalls Holz eine große Rolle spielt, wird die Waschbox komplett anders aufgebaut. In einem Nassbereich wäre echtes Holz auf Dauer einfach nicht sinnvoll. Deshalb wird hier später gefliest – robust, pflegeleicht und langlebig. Die Holzoptik in den Entwürfen dient lediglich als Inspiration für die Gesamtwirkung und wird später durch Materialien ersetzt, die Feuchtigkeit problemlos standhalten. Ein Punkt, der mir besonders wichtig ist, ist die Beleuchtung. Eine Waschbox soll nicht nur schön aussehen, sondern vor allem funktional sein. Ob beim Waschen, beim Scheren oder wenn ein Pferd einmal eine Verletzung hat – gutes Licht macht einen riesigen Unterschied. Deshalb wünsche ich mir eine Kombination aus heller Grundbeleuchtung, Deckenspots und indirekten Lichtquellen, damit der Raum freundlich wirkt und trotzdem überall genügend Licht vorhanden ist.

Außerdem möchte ich dort eine feste Waschstation einrichten. Ich kenne es aus vielen Pensionsställen, dass überall halb leere Shampoo-Flaschen oder Pflegeprodukte herumstehen. Genau das möchte ich vermeiden. Stattdessen soll es einen festen Platz geben, an dem alles ordentlich verstaut ist und den jeder nutzen kann. Das wirkt aufgeräumter und macht den Alltag deutlich angenehmer.


Wenn die Waschbox irgendwann gebaut wird, dann möchte ich sie auch direkt vernünftig machen. Dazu gehört für mich selbstverständlich Warmwasser. Gerade im Winter ist das nicht nur komfortabler, sondern für viele Anwendungen einfach deutlich sinnvoller. Technisch gibt es allerdings noch einige Punkte, die erst gemeinsam mit einem Fachbetrieb geplant werden können. Wahrscheinlich muss der Boden angepasst werden, damit das notwendige Gefälle für den Wasserablauf entsteht. Auch die genaue Position des Ablaufs, die Anschlüsse sowie die Beleuchtung müssen sorgfältig geplant werden. Genau deshalb gehört die Waschbox zu den größeren Projekten auf meiner Liste.



Sie hat definitiv ihren Platz in der Planung, steht aber aktuell nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Zunächst entstehen die Bereiche, die ich selbst umsetzen kann oder die mit überschaubarem Aufwand realisierbar sind. Die Waschbox wird folgen – nur eben dann, wenn auch das Budget und die Zeit dafür passen. Lieber Schritt für Schritt und am Ende genau so, wie ich sie mir vorstelle, als eine schnelle Übergangslösung, mit der ich später nicht glücklich bin.

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